FidAR – die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte
Frauen sind in deutschen Aufsichtsräten unterrepräsentiert
Nur ca. 12 Prozent der Aufsichtsratspositionen der großen deutschen Unternehmen sind mit Frauen besetzt. Damit liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. Aber dies ist allein der Mitbestimmung zu verdanken: 80% der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder werden von der Arbeitnehmerseite gestellt. Die Anteilseignervertreter entsenden nur ca. 4,5 Prozent Frauen in die Aufsichtsräte. Das ist zu wenig!
Vielfalt ist Voraussetzung für gute Corporate Governance
Die ausgewogene Vertretung von Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft ist nicht nur ein Gebot der Gleichstellung, sondern vielmehr ein Gebot guter Unternehmensführung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Diversität in den Aufsichtsgremien, d.h. insbesondere die sichtbare Präsenz einer kritischen Masse von Frauen, ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Sie führt zu einer differenzierten Diskussion, einer risikobewussteren Entscheidungsfindung und einer besseren Unternehmenskontrolle.
FidAR fordert wirksame Maßnahmen
Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft reichen deshalb erkennbar nicht aus, um eine größere Diversität der Aufsichtsräte und eine bessere Unternehmenskontrolle herbeizuführen. Daher fordert FidAR:
- eine sanktionierbare Frauenquote für die Aufsichtsräte von mindestens 25% im Deutschen Corporate Governance Kodex
- eine wirksame gesetzliche Quotenregelung für die Anteilseigner- und die Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsräten
- die Stärkung der Kompetenzen aller Aufsichtsratsmitglieder
