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Wahlsynopse zur Landtagswahl Baden-Württemberg am 08.03.2026

Die ausführliche Synopse der Wahlprogramme finden Sie hier als PDF zum Download

5 Landtagswahlen erwarten uns dieses Jahr – die erste am 8. März in Baden-Württemberg. Wir haben die Programme der Parteien unter die Lupe genommen mit Blick auf ihre Positionen zur Gleichstellung.

Hier ein Überblick zu den wichtigsten Positionen der laut aktuellen Umfragen chancenreichsten Parteien für den Einzug in den Landtag: 

  • Bündnis 90/Die Grünen wollen Baden-Württemberg zum Musterland der Gleichberechtigung machen und u.a. Frauen in Führungspositionen fördern. Sie setzen sich für eine Novellierung des Chancengleichheitsgesetzes ein und wollen die Gleichstellungsstrategie weiterverfolgen.
  • Die CDU setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen haben, ein glückliches und selbstbestimmtes Leben zu führen, z.B. durch gleichwertige Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt, u.a. in Führungspositionen.
  • Für die SPD ist die Gleichstellung von Frauen und Männern Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Es sollen mehr Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräte kommen. Dazu will die SPD Ausnahmetatbestände im Chancengleichheitsgesetz streichen und selbst Positionen paritätisch besetzen. Außerdem will sie die Gleichstellungsstrategie des Landes novellieren mit konkreten Maßnahmen, wirksamem Monitoring und besserer personeller und finanzieller Ausstattung.
  • Die FDP wünscht sich ein Land, in dem Frauen gleiche Chancen haben und niemand wegen des Geschlechts ausgegrenzt wird. Teilhabe sieht die FDP als Menschenrecht. Sie setzt dazu u.a. auf mehr Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
  • Die AfD macht in ihrem Wahlprogramm keine Angaben zu gleichberechtigter Teilhabe oder Frauen in Führungspositionen.
  • Die Linke möchte das Gleichstellungsgesetz zugunsten der Förderung von Frauen novellieren und sie plant, Parität in Parlamenten gesetzlich zu verankern.

Übrigens: Bei dieser Landtagswahl können Parteien erstmals Landeslisten aufstellen. Die Parteien gehen sehr unterschiedlich damit um:

Bündnis 90 / Die Grünen haben ihre Liste paritätisch und abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt. Auch die SPD hat ihre Liste abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt, jedoch in Summe etwas weniger Frauen (47 %) als Männer aufgestellt.

Alle anderen Parteien haben keine Quotierung – und sehr unterschiedliche Frauenanteile auf ihren Landeslisten: Auf der Liste der Partei Die Linke stehen zu 58 Prozent Frauen, es folgen CDU (53 %), FDP (30 %) und AfD (12 %).

Gehen Sie wählen und treffen Sie eine gute Wahl. Auch für Gleichstellung!