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FidAR Südwest - 2. FidAR-Salon am Kräherwald - Netzwerken als Profession

Fotos: Dr. Michaela Damson
Foto 1: Sofa vlnr: Celine Eheim, Corinna Salander, Katharina Greogrich
Foto 2: Es wurde auch genascht!

Mehr als 20 Teilnehmerinnen waren am 6. März 2017 zu Gast beim 2. FidAR Salon am Kräherwald. Als Expertinnen zum Thema „Netzwerken als Profession“ gaben Céline Eheim, Geschäftsführende Gesellschafterin KMU Zentrale GmbH und Katharina Gregorich, Vizekonsulin für Handelsangelegenheiten, Österreichisches Außenwirtschaftscenter Stuttgart, die Gesprächsimpulse für den Abend.

Die Quintessenz des Abends: Professionelles Netzwerken heißt: strukturiert vorgehen, sensibel Zuhören, seinen eigenen Stil finden und mutig Handeln! Beim professionellen Netzwerken kommt es darauf an klare Ziele zu setzen, um eine Richtschnur dafür zu haben, welche Netzwerkgelegenheiten nützlich sein können. Denn, so die Erfahrung, man könnte jeden Tag der Woche und den ganzen Tag an anderer Stelle präsent sein. Das ist nicht machbar. Eine klare Auswahl an Gelegenheiten, z. B. anhand der Gästeliste, hilft dabei. Dann aber auch ohne falsche Zurückhaltung auf die auserwählten Zielpersonen zugehen und Inhalte und - ebenso wichtig - sich selbst positionieren.

Ist der Kontakt gemacht, so heißt es, ein Gespür für das Gegenüber zu entwickeln: Wann will der Gesprächspartner das Thema verlassen? Wie viel Vorlauf braucht es vom Smalltalk zum Thema? Wie viel Vermengung von Privatem und Geschäftlichem ist angemessen? Hier konnten die Expertinnen aus ihrer internationalen Erfahrung berichten. So ist es in Kroatien üblich, sehr lange zu privaten Themen zu sprechen, bevor man zum Geschäftlichen übergeht. In Österreich halten sich die Gesprächsanteile die Waage, während es im deutschen Geschäftsleben üblich ist, ohne Umstände direkt zum geschäftlichen Thema zu kommen. Spannend auch der Umgang mit dem „Du“. In Deutschland noch recht verhalten eingesetzt, ist es in der Schweiz ein Zeichen dafür, dass man zum Team gehört.

Durchaus kontrovers wurde diskutiert, ob spezielle Aspekte des Weiblichen beim professionellen Netzwerken ins Spiel kommen. So hätten französische Frauen einen anderen Umgang mit Männern als beispielsweise deutsche Frauen. Was genau der Unterschied ist, bleibt das Geheimnis der Teilnehmerinnen ...

Und was ist sonst noch wichtig? Kontakte müssen gepflegt werden, nicht jeden Tag, aber mit System. Netzwerken ist viel Arbeit und nicht immer spaßig. Netzwerken bedeutet: Erst geben, dann Nehmen.

An diesem Abend im FidAR-Salon hat - so zumindest die Wahrnehmung der Autorin - alles gepasst: Neue Kontakte geknüpft, bestehende gepflegt, gesiezt, geduzt, inspiriert, diskutiert und viel gelacht!

Herzlichen Dank an Corinna Salander, die uns als Gastgeberin eine wunderbar entspannte Atmosphäre bereitete, und an Céline Eheim und Katharina Gregorich die uns intensive Einblicke in ihre Netzwerkarbeit und ihre ganz persönlichen Erfahrungen beim Netzwerken gaben.

Fortsetzung folgt! Wir freuen uns auf den nächsten FidAR-Salon im Sommer  2017 zum Thema „Netzwerken mit Netzwerken“.

Michaela Damson/1. April 2017