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Wahlsynopse Landtagswahl Rheinland-Pfalz am 22.03.2026
Die ausführliche Synopse der Wahlprogramme finden Sie hier als PDF zum Download.
Am 22. März wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. Wir haben die Wahlprogramme mit Blick auf die Positionen zur gleichberechtigten Teilhabe und zu Frauen in Führungspositionen analysiert.
Wir haben alle Parteien berücksichtigt, die aktuell im Landtag vertreten sind, sowie die Partei Die Linke, die laut aktuellen Umfragen gute Chancen hat, in den Landtag einzuziehen.
Die wichtigsten Positionen im Überblick:
- Die SPD will eine Gesellschaft, in der Frauen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt sind. Sie stellt sich entschieden gegen alle Kräfte, die die Errungenschaften der Gleichstellung zurückdrehen wollen. Echte Gleichstellung ist für sie nicht verhandelbar, sondern integraler Bestandteil guter Politik, moderner Verwaltung und einer lebendigen Demokratie. Die SPD setzt sich dafür ein, den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu steigern.
- Die CDU setzt sich v.a. für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, u.a. durch bessere Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeitmodelle. Grundlegende Positionen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen oder zu Frauen in Führungspositionen finden sich im Wahlprogramm nicht.
- Bündnis 90/Die Grünen bezeichnen sich selbst als feministische Partei, die entschieden für echte Gleichstellung eintritt. Sie sehen Frauenpolitik als Gesellschaftspolitik und Frauenrechte als unverhandelbar. Sie setzen sich für mehr Frauen in Führungspositionen und politischen Ämtern ein und wollen dafür Frauenförderprogramme ausbauen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken und Aufklärungskampagnen weiterentwickeln.
- Die AfD spricht sich formal für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern aus, sieht faire Chancengleichheit als bereits gegeben an und positioniert sich explizit gegen Quoten.
- Die FDP fordert, dass Frauen in allen Gremien selbstverständlich mitentscheiden und setzt auf Frauennetzwerke, Female-Leadership-Programme, Mentoring sowie verlässliche Rahmenbedingungen, um Frauen den Zugang zu Führungspositionen zu erleichtern. Auch in Parlamenten, Kreistagen und Gemeinderäten sollen Frauen stärker vertreten sein.
- Die Freien Wähler sprechen sich für „Chancengleichheit durch Leistung“ aus und fokussieren ihre Forderungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Berichtspflichten zur Gleichstellung in Unternehmen lehnen sie ab.
- Die Linke will geschlechterspezifische Ungleichgewichte auf dem Arbeitsmarkt u.a. durch geschlechtersensible Bildung überwinden und schlecht bezahlte Berufe mit hohem Frauenanteil aufwerten. Darüber hinaus finden sich keine konkreten Aussagen zu Frauen in Führungspositionen oder Parität.
Gehen Sie wählen und treffen Sie eine gute Wahl. Auch für Gleichstellung!
