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Wahlsynopse zur Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin am 20.09.2026
Die ausführliche Synopse der Wahlprogramme finden Sie hier als PDF zum Download.
Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Wahlprogramme reichen von konkreten Maßnahmen für Gleichstellung über allgemeine Bekenntnisse bis hin zu Ablehnung.
Ausführliche Positionen zur gleichberechtigten Teilhabe vertreten Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die SPD:
- Die SPD will Frauen in Führungspositionen fördern und politische Funktionen sowie Positionen in landeseigenen Unternehmen paritätisch besetzen. Sie setzt auf Gender Mainstreaming, insbesondere bei Investitionen, und fordert ein Berliner Paritätsgesetz sowie eine paritätische Wahlrechtsreform auf Bundesebene.
- Bündnis 90/Die Grünen wollen strukturelle Gleichstellung mit einer ressortübergreifenden Gleichstellungsstrategie fördern. In landeseigenen Unternehmen soll der Frauenanteil in Führungspositionen 50 Prozent erreichen, ebenso in Hochschulen, Kultur und Justiz, u.a. durch Zielvereinbarungen, transparente Auswahlverfahren, Quoten und paritätische Vorschlagslisten. Auch sie fordern ein Paritätsgesetz.
- Für Die Linke muss Geschlechtergerechtigkeit überall stattfinden. Sie setzt auf feministische Politik, um Strukturen aufzubrechen, die gleiche Teilhabe verhindern. Sie will Frauen den Zugang und Aufstieg in männerdominierten Branchen erleichtern und so Chancengleichheit herstellen, u.a. durch verbindliche Gleichstellungsziele und entsprechende öffentliche Förderung.
Weniger ausführlich positionieren sich FDP und CDU zur Gleichstellung, ganz zu schweigen vom BSW:
- Die CDU erwähnt die Gleichberechtigung von Frau und Mann mehrfach als Grundwert des Lebens in Deutschland. Darüber hinaus macht sie keine Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe oder zu Frauen in Führungspositionen.
- Die FDP fordert passende Rahmenbedingungen für alle Menschen unabhängig vom Geschlecht, um das eigene Potenzial zu entfalten. Dafür will sie u.a. tradierte Rollenbilder aufbrechen. Vom öffentlichen Dienst erwartet sie, Gleichberechtigung zu ermöglichen, insbesondere in Führungspositionen.
- Das BSW lehnt eine Pflicht zur Gendersprache ab und macht darüber hinaus keine Angaben zu gleichberechtigter Teilhabe.
Eine ablehnende Haltung zu gleichstellungspolitischen Instrumenten vertritt die AfD:
- Die AfD fordert „Gleichberechtigung statt Gleichstellung“ und „echte Chancengleichheit statt erzwungener Ergebnisgleichheit“. Sie lehnt Gleichstellungsbeauftragte, „leistungsfeindliche und diskriminierende Quoten“ sowie eine Verpflichtung zu paritätischen Wahllisten ab.
Eine ausführliche Übersicht der Parteipositionen zu gleichberechtigter Teilhabe, Frauen in Führungspositionen, Parität in Parlamenten, Equal Pay und Gründerinnen finden Sie in unserer Synopse der Wahlprogramme.
