Women-on-Board-Index 185

Methodik der Befragung

Der Women-on-Board-Index 185 von FidAR wird aus den Zahlen von Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen der 160 im DAX, MDAX und SDAX notierten sowie der aktuell 28 voll mitbestimmten im Regulierten Markt notierten Unternehmen in Deutschland gebildet. Die Untersuchung der im TecDAX notierten Unternehmen ist seit dem Vorjahr entfallen, da die Deutsche Börse den MDAX von 50 auf 60 und den SDAX von 50 auf 70 Unternehmen erweitert hat. Die TecDAX-Unternehmen sind seither im DAX, MDAX oder SDAX gelistet. Dies schränkt die Vergleichbarkeit der Index-bezogenen Werte ein.

Stichtag für die vorliegende Studie ist der 14.01.2020. Änderungen in der Besetzung der Aufsichtsräte wurden bis zum 30.04.2020 berücksichtigt, einschließlich der am 04.03.2020 mit Wirkung zum 23.03.2020 erfolgten Änderungen in der Zusammensetzung der Indizes der Deutschen Börse[1] sowie der außerplanmäßigen Anpassungen im SDAX zum 2.04.2020 und zum 30.04.2020. Die außerplanmäßigen Wechsel im SDAX im Mai sowie die Index-Änderungen zum 22. Juni 2020 mit Abstieg der Deutschen Lufthansa in den MDAX konnten nicht mehr berücksichtigt werden.[2]

Die Liste der von der Geschlechterquote nach dem FüPoG betroffenen Unternehmen wurde von FidAR im Zuge der erstmaligen Recherche zum WoB-Index 100 im Jahr 2015 ermittelt. Seither wird regelmäßig geprüft, ob Unternehmen, etwa durch einen Börsengang, hinzugekommen sind oder, etwa wegen des Rückzugs von der Börse, aus der Liste herauszunehmen sind. Jenseits der im DAX, MDAX und SDAX notierten Unternehmen sind aktuell 28 im Regulierten Markt notierte Unternehmen voll mitbestimmt.

Für alle Unternehmen wurde die Datengrundlage auf der Basis eigener Recherchen der im Internet veröffentlichten Informationen ermittelt. Die erhobenen Daten wurden den Unternehmen schriftlich zur Prüfung vorgelegt, ferner wurden die Unternehmen zu einzelnen Aspekten – wie beispielsweise den Zielgrößen und dem Datum der nächsten Aufsichtsratswahl – befragt. 67,6 Prozent der angeschriebenen Unternehmen haben ihre Daten geprüft und so aktiv unsere Untersuchung unterstützt. Rückmeldungen der Unternehmen wurden bis Ende April 2020 aufgenommen.

Die Datenerhebung erfolgte durch den von FidAR beauftragten Kooperationspartner, die Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Eye Communications.

Die Daten wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erhoben und dokumentiert. FidAR e. V. schließt jedoch jede Haftung für unrichtige oder unvollständige Daten aus.


1 Berücksichtigt wurden die Veränderungen für die Auswahlindizes der Deutschen Börse vom 4.03.2020, die zum 23.03.2020 wirksam wurden: HelloFresh ersetzt Dialog Semiconductor PLC im MDAX. Im SDAX ersetzt Godewind Immobilien AG HelloFresh. Steinhoff International, ADLER Real Estate AG und SNP Schneider-Neureither & Partner SE wurden neu aufgenommen und ersetzen SGL Carbon SE, Dr. Hönle AG und Heidelberger Druckmaschinen AG. (https://deutsche-boerse.com/dbg-de/media/pressemitteilungen/Hello Fresh-wird-in-MDAX-aufgenommen-1789208); ferner wurde das außerplanmäßige Ausscheiden aus dem SDAX der ADLER Real Estate AG zum 2.04.2020 und der RIB Software SE zum 30.04.2020 noch umgesetzt. Das außerplanmäßige Ausscheiden aus dem SDAX der Isra Vision AG zum 8.05.2020 und der Godewind Immobilien AG zum 15.05.2020 konnten nicht mehr berücksichtigt werden.

2 Deutsche Wohnen SE steigt in DAX auf, Pressemitteilung Deutsche Börse, 4.06.2020, https://deutsche-boerse.com/dbg-de/media/pressemitteilungen/Deutsche-Wohnen-SE-steigt-in-DAX-auf-2042978.